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Die Stadt Rapperswil wird 1229
erstmals urkundlich erwähnt, das Geschlecht der Grafen von Rapperswil
stirbt jedoch schon 1283 aus. Die Stadt kommt unter die Herrschaft der
Grafen von Habsburg-Laufenburg und wird deshalb 1350 im Zuge des Konfliktes
zwischen Habsburg und Zürich von Rudolf Brun niedergebrannt. 1352
geht die Stadt an Albrecht von Österreich und somit an die habsburgische
Hauptlinie. Rapperswil wird erneut befestigt und zu einem Stützpunkt
gegen die Eidgenossenschaft ausgebaut. 1358 lässt Erzherzog Rudolf
IV. schliesslich die Brücke über den See schlagen. Die Stadt
erfreut sich unter den Habsburgern grosser Autonomie und zeigt sich nach
der Schlacht von Näfels 1388 loyal - vergebens versuchen die Eidgenossen
die Mauern zu stürmen.
Als König Sigismund 1415 der Stadt die Reichsfreiheit verlieh begannen
sich die Beziehungen zu Habsburg abzukühlen, denn im Gegenzug sagte
sich die Stadt von den Herren von Österreich los - bereits 1442 findet
sich Rapperswil aber wieder im habsburgischen Lager. Im Alten Zürichkrieg
(1442-1444) wird die Stadt nochmals vergeblich von den Eidgenossen belagert,
doch finden diese 1458 die Tore der Stadt für ihren Einzug offen
- was zum Bündnis mit der Eidgenossenschaft 1464 führt. Die
Stadt Rapperswil wird formell unabhängig, steht aber unter der Schirmherrschaft
der Orte Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus.
Die Einführung der Reformation 1531 endet nach dem katholischen
Sieg bei Kappel mit der Rückkehr zum alten Glauben - und der Beschneidung
der Rechte der Stadt. Der nächste Religionskrieg in der Eidgenossenschaft,
der Erste Villmergerkrieg, bringt der Stadt, die erfolglos von den Protestanten
belagert wird, auch kein Glück sondern nur grosse Kosten, sie spielt
aber eine bedeutende Rolle, da durch die Belagerung die Zürcher Truppen
gebunden werden, und deshalb die Katholiken 1656 die Protestanten bei
Villmergen schlagen können. Im Zweiten Villmergerkrieg 1712 leistet
Rapperswil den protestantischen Truppen keinen Widerstand, die katholische
Vormacht in der Eidgenossenschaft wird gebrochen - neue Schirmherren werden
die Kantone Zürich, Bern und Glarus.
Nach dem Umsturz der alten
Ordnung 1798 wird Rapperswil in der Helvetik (1798-1803) Teil des Kantons Linth. 1799 werden Stadt und Hof Rapperswil in die Gemeinden Rapperswil und Jona getrennt und bilden zusammen einen eigenen Distrikt. Während der Mediation (1803-1815) wird Rapperswil Teil des neu gegründeten Kantons St. Gallen und bildet mit den ehemaligen Landvogteien Uznach und Gaster den Bezirk Uznach. Als 1831 der Gaster als eigener Bezirk abgetrennt wird, erhält das verbleibende Gebiet den Namen "Seebezirk", um weder Rapperswil noch Uznach zu begünstigen.
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